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Benefiz-Konzert mit und für Kids

Bad Cannstatt – „Oboeeee“ (Ente), „Klarinetteeee“ (Katze), „Fagottttt“ (Opa), „Hoooorn“ (Wolf) – fehlerlos erkannten die drei- bis fünfjährigen „Polifant“-Kita-Akteure die Musik- Instrumente des Landespolizeiorchesters (LPO) beim ersten Benefiz- Konzert von Kids und Cops im Großen Kursaal.

„Peter und der Wolf“, das Musik- Märchen des ukrainischen Komponisten Sergei Prokofjew, war die Premiere des zum „Chefdirigenten“ der Polizei-Musiker bestellten 40-jährigen Profi-Dirigenten Stefan R. Halder, der das Ende der vom Landesrechnungshof ausgelösten Auflösungsdebatte des professionellen Polizeiorchesters personifiziert, so der Ober-Dirigent, der nun 25-köpfigen Bläser-Einsatz-Crew der Ländle-Polizei, Erster Polizeihauptkommissar Franz Guy. Trotz Grippewelle hatte sich zu dem Benefiz-Event eine begeisterte Applaus-Gesellschaft aus rund 300 Elternpaaren samt Sprösslingen im Kursaal eingefunden.

Franz Guys oberster Chef, Landesinnenminister Reinhold Gall, hatte als Schirmherr des Benefiz-Konzerts agiert und per Grußwort die „Polifant“- Verantwortlichen mit ihren vier Stuttgarter Kitas „für ihr großes soziales Engagement“ gelobt. „Was als kleine Idee mit fünf Kindern und zwei Erzieherinnen 1999 begann, hat sich mittlerweile zu einem unverzichtbaren Projekt in Stuttgart entwickelt. Das ist für mich im höchsten Maße sozial und beispielhaft.“ „Besonders gefreut“ hatte es Gall, dass für den Benefiz-Einsatz seine Polizei-Musik-Mannschaft gewonnen werden konnte, denn musikalische Früherziehung sei fester Bestandteil des „Polifant“-Konzepts unter dem Credo: „Einzigartig sein und einzigartig bleiben.“ Intoniert wird dieses Konzept mit der Musikschule Eberhard in den vier „Polifant“- Kitas in Stuttgart-Ost („belle maison“), Feuerbach („belle etage“), Hedelfingen („belle vue“) und Zuffenhausen („belle terasse“) mit 320 Kindern und 70-köpfigem Fachpersonal. Dirigiert wird „Polifant“, getragen durch einen Förderverein und eine gemeinnützige Betreibergesellschaft, von der Ex-Kriminalpolizistin Michaela Nowraty, die von dem „wunderschönen Musiknachmittag mit den Kindern“ und der „musikalischen Profi-Hochleistung“ ihrer uniformierten Ex-Kollegen begeistert war und eine Wiederholung im nächsten Jahr ankündigte – mit „dem renommiertesten Berufsbläserorchester Europas“.

Nicht nur am Taktstock, auch als lustiger Conferencier hat Halder neben Opas und Omas die Enkel und Eltern im Kursaal begeistert. Der in eine Polizeiuniform geschlüpfte Profi-Dirigent personifiziert nicht nur den Neustart seines Blasorchesters, sondern als Dozent an der Musikhochschule Trossingen auch die nun enge Anbindung des LPO an die Musikhochschule. Erst fünf Tage vor seinem Auftritt war der Ravensburger zum neuen Chefdirigenten des LPO bestellt worden, das künftig als „imagebildender Werbefaktor“ für „ein positives Bild der Polizei“ in die Tasten greifen soll. Für öffentliche Dissonanzen hatte 2012 der Landesrechnungshof gesorgt, der für eine Auflösung des Landespolizeiorchesters plädiert hatte. Kritisiert hatten die Etat-Prüfer die Personalkosten für die Polizeimusiker in Höhe von früher 1,8 Millionen Euro. LPO-Personal- Chef Franz Guy war es gelungen, den Vorgaben des Landtags gerecht zu werden.

Ein soziales Motiv, so Guy, hatte der Cannstatter Einsatz. Bei „Polifant“ decken städtische Subventionierung und das Eltern-Geld nur knapp 90 Prozent der Betriebskosten. „Deshalb“, so Nowraty, „sind wir auf eine Zusatzfinanzierung angewiesen. Durch Spenden oder Einsammeln von Kinderkleidung, aus der die Kids herausgewachsen sind. Wir werden sie auf Flohmärkten verkaufen.“

Hariolf Reitmaier

Benefizkonzert von „Polifant“-Kindern und dem Landespolizeiorchester im Großen

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