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"So früh wie möglich Lernen lernen!"

Bildungs- und Lerngeschichten in der Kindertagesstätte Polifant
Projektabschluss im Rahmen der Stuttgarter Bildungspartnerschaft und -förderung

Frühkindliche Bildung fördern und dokumentieren: Unter dem Motto "So früh wie möglich Lernen lernen!" wurden die ErzieherInnen der Stuttgarter Polifant-Kindertagesstätten weitergebildet. In den vergangenen zwei Jahren haben sie dazu das Beobachtungs- und Dokumentationssystem „Bildungs- und Lerngeschichten“ eingesetzt. Das Projekt unter der Leitung von Diplom-Pädagoge André Dupuis ist Teil der Stuttgarter Bildungspartnerschaft und wurde mit zirka 40.000 Euro gefördert. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch Professor Dr. Carola Iller von der Universität Heidelberg.

Das ursprünglich aus Neuseeland stammende Beobachtungsinstrument der Bildungs- und Lerngeschichten hat zum Ziel, Kinder individuell zu fördern und ein ganzheitliches Lernen in Kooperation mit Eltern und ErzieherInnen zu ermöglichen. Konkret bedeutet dies, den Alltag und das Lernen der Kinder in der Tagesstätte nicht nur in einer auch für Kinder verständlichen Form, beispielsweise über Fotografien, kurze Texte oder Briefe, zu dokumentieren, sondern auch den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischem Personal zu fördern und zu unterstützen. Insgesamt 28 ErzieherInnen aus den Polifant-Kindertagesstätten in der Stuttgarter Neckarstraße sowie der Heilbronnerstraße nahmen an der Weiterbildung teil.

Bei der Abschlussveranstaltung im Cannstatter Kolpinghaus, betonte Projektleiter André Dupuis, dass die Weiterbildung und Begleitung des pädagogischen Personals nun zwar abgeschlossen sei, die Bildungs- und Lerngeschichten jedoch ein System seien, das sich kontinuierlich weiterentwickelt: "Hierbei handelt es sich nicht um ein reines Instrument zur Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Bildungs- und Entwicklungsprozesse – es geht weit darüber hinaus." Im Mittelpunkt der Bildungs- und Lerngeschichten stehe insbesondere auch eine verbesserte Kommunikation zwischen Kindern, Eltern und ErzieherInnen. "Was festgehalten wird, muss wichtig sein, das lernen Kinder sehr schnell!", so Dupuis weiter. "Ihre Tätigkeiten  erfahren so eine besondere Art der Würdigung. Der Dialog zwischen Eltern und ErzieherInnen, auch über die Unterschiede zwischen dem Verhalten des Kindes im häuslichen Umfeld und in der Einrichtung, wird verbessert und vereinfacht."

Die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Carola Iller begleitete  den Entwicklungsprozess der Bildungs- und Lerngeschichten und untersuchte die Wirkung auf die Fachkräfte: Was hat sich im erzieherischen Alltag verändert? Wie wirken sich diese Veränderungen auf die Mitarbeiter einer Einrichtung aus? Prof. Iller zog in Ihrer Rede eine positive Bilanz: "Viele Mitarbeiter berichten von einer Verbesserung der Kommunikation mit den Kindern, aber auch mit den Eltern sowie untereinander." Hinzu komme ein neuer Blickwinkel im täglichen Miteinander sowie die Bereitschaft, weitere (Bildungs-)Ziele gemeinsam mit den Kindern und ihren Eltern zu entwickeln.

Gruppenbild

Projektverantwortliche

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